| Tests beendet Mitsubishi, Peugeot, Citroen, Tazzari und Stromos in Österreich getestet. Den Testbericht finden Sie demnächst exklusiv im Jahresbericht Elektromobilität |
Smart Grid: Japans Autohersteller gehen unter Häuselbauer
13 Jan 2012
TAGS: mitsubishi, smart grid, Toyota
Draußen im Carport lädt der Plug-In-Hybrid seine Batterien auf. Wenn jetzt jemand auch noch den Haartrockner anstellt, gäbe es einen Blackout, weil das Stromnetz des Hauses überlastet wäre. Aber nicht im Smart Home von Toyota: Eine eingebaute Funktion namens Peak Electricity Demand Cut erkennt die drohende Überlastung und stoppt kurzzeitig die Ladung des Autos, berichtet 'Zeit Online'.
Vom kommenden Jahr an will der japanische Autobauer sein Modellhaus als Eigenheim verkaufen. Darin steuert ein Zentralrechner den Energiefluss. Ein Teil des Strombedarfs wird durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gedeckt, ein außer Haus gelagerter Lithium-Ionen-Akku dient als Energiepuffer. Elektroautos oder Plug-In-Hybride haben ihre eigene Ladestation.
Damit die Bewohner den Energiestatus ihres Hauses und den Ladestand des Elektroautos kontrollieren können, gibt es den H2V (Home to Vehicle) Manager. Der lässt sich auf dem Fernsehschirm, dem PC oder dem eigenen Smartphone aufrufen. "Wenn die Ladung ihres Autos unterbrochen werden muss, weil gerade zu viele Verbraucher Strom ziehen, bekommen Sie eine E-Mail oder eine SMS auf Ihr Handy", erklärt ein Toyota-Entwickler das System.
Die Idee der Smart Grids, der intelligenten Stromnetze, hat mit Elektroautos einen neuen Schub bekommen. Die Akkus der Stromer könnten als Energiepuffer dienen, um Energieschwankungen im Netz auszugleichen. Schwankungen treten gerade bei einer weitverbreiteten Nutzung von Wind- und Solarenergie auf. Deutschland ist von einer Umsetzung dieses Konzepts noch weit entfernt – 2011 wurden bislang kaum mehr als 1.800 Elektroautos neu angemeldet, die Zahl der privaten Zulassungen ist gerade mal dreistellig.
Anm.d.Red.: Auch Österreich hinkt stark hinterher. Mehr dazu im Jahresbericht Elektromobilität Österreich 2011
In Japan dagegen beschäftigen sich die Autohersteller schon seit Jahren mit Smart Grids, und auch die Bevölkerung zeigt offenbar ein steigendes Interesse daran. Der Nissan-Ingenieur Hiroki Nagayama berichtet, wie nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe im März und den darauffolgenden Stromausfällen sich Besitzer des Elektroautos Nissan Leaf bei ihm meldeten. "Die Leute wollten wissen, ob sie mit dem Batteriestrom des Leaf ihre Haushaltsgeräte versorgen könnten", erzählt Nagayama.
Tatsächlich könnte eine Batterieladung des Wagens einen japanischen Durchschnittshaushalt für zwei Tage und Nächte mit Strom versorgen, sagt der Ingenieur. 2012 will Nissan deshalb ein System anbieten, das den Stromaustausch zwischen Auto und Haus möglich macht. Der Autohersteller hat außerdem, ähnlich wie Toyota, ein Smart House entworfen. Das futuristische Domizil steht auf Stelzen über dem Ladeplatz des Leaf. Solarzellen und eine hauseigene Brennstoffzelle erzeugen Strom, der nachts im Akku des Elektroautos zwischengespeichert wird.
[quelle: stromfahren,zeit online]
Draußen im Carport lädt der Plug-In-Hybrid seine Batterien auf. Wenn jetzt jemand auch noch den Haartrockner anstellt, gäbe es einen Blackout, weil das Stromnetz des Hauses überlastet wäre. Aber nicht im Smart Home von Toyota: Eine eingebaute Funktion namens Peak Electricity Demand Cut erkennt die drohende Überlastung und stoppt kurzzeitig die Ladung des Autos, berichtet 'Zeit Online'.Vom kommenden Jahr an will der japanische Autobauer sein Modellhaus als Eigenheim verkaufen. Darin steuert ein Zentralrechner den Energiefluss. Ein Teil des Strombedarfs wird durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gedeckt, ein außer Haus gelagerter Lithium-Ionen-Akku dient als Energiepuffer. Elektroautos oder Plug-In-Hybride haben ihre eigene Ladestation.
Damit die Bewohner den Energiestatus ihres Hauses und den Ladestand des Elektroautos kontrollieren können, gibt es den H2V (Home to Vehicle) Manager. Der lässt sich auf dem Fernsehschirm, dem PC oder dem eigenen Smartphone aufrufen. "Wenn die Ladung ihres Autos unterbrochen werden muss, weil gerade zu viele Verbraucher Strom ziehen, bekommen Sie eine E-Mail oder eine SMS auf Ihr Handy", erklärt ein Toyota-Entwickler das System.
Die Idee der Smart Grids, der intelligenten Stromnetze, hat mit Elektroautos einen neuen Schub bekommen. Die Akkus der Stromer könnten als Energiepuffer dienen, um Energieschwankungen im Netz auszugleichen. Schwankungen treten gerade bei einer weitverbreiteten Nutzung von Wind- und Solarenergie auf. Deutschland ist von einer Umsetzung dieses Konzepts noch weit entfernt – 2011 wurden bislang kaum mehr als 1.800 Elektroautos neu angemeldet, die Zahl der privaten Zulassungen ist gerade mal dreistellig.
Anm.d.Red.: Auch Österreich hinkt stark hinterher. Mehr dazu im Jahresbericht Elektromobilität Österreich 2011
In Japan dagegen beschäftigen sich die Autohersteller schon seit Jahren mit Smart Grids, und auch die Bevölkerung zeigt offenbar ein steigendes Interesse daran. Der Nissan-Ingenieur Hiroki Nagayama berichtet, wie nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe im März und den darauffolgenden Stromausfällen sich Besitzer des Elektroautos Nissan Leaf bei ihm meldeten. "Die Leute wollten wissen, ob sie mit dem Batteriestrom des Leaf ihre Haushaltsgeräte versorgen könnten", erzählt Nagayama.
Tatsächlich könnte eine Batterieladung des Wagens einen japanischen Durchschnittshaushalt für zwei Tage und Nächte mit Strom versorgen, sagt der Ingenieur. 2012 will Nissan deshalb ein System anbieten, das den Stromaustausch zwischen Auto und Haus möglich macht. Der Autohersteller hat außerdem, ähnlich wie Toyota, ein Smart House entworfen. Das futuristische Domizil steht auf Stelzen über dem Ladeplatz des Leaf. Solarzellen und eine hauseigene Brennstoffzelle erzeugen Strom, der nachts im Akku des Elektroautos zwischengespeichert wird.
[quelle: stromfahren,zeit online]
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