Gemeinde Wien testet Nachfolger für Flüssiggas-Busse

15 Mar 2012 TAGS: wien
citybus wienWien bekommt neue Busse. Die mit Flüssiggas betriebenen Modelle werden in den kommenden Jahren sukzessive auslaufen, unter anderem deswegen, weil der bisherige Hersteller MAN die Produktion der Flotte mit dem Jahr 2012 einstellt. Zuletzt belieferte der Konzern nur noch Wien mit Flüssiggasfahrzeugen – und war zugleich auch der einzige Anbieter dieser Technologie.

Anm.d.Red.: Wiener Umweltpolitik auch hier wieder Europas Schlusslicht

Im Fokus stehen dabei drei Antriebsarten: Erdgas, Diesel und Dieselhybrid. Vor allem die Hybridvariante gilt unter Experten als besonders sinnvoll für den Einsatz im Stadtverkehr – der Elektromotor kommt beim Anfahren zum Einsatz, die beim Bremsen entstehende Energie kann wieder für den E-Motor
Seit vergangenem Jahr sind Testfahrzeuge verschiedener Hersteller mit allen drei Antriebstypen in Wien unterwegs, die auf ihre Umweltfreundlichkeit und ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft werden.

Bis in den Herbst laufen die Testphasen. Danach werden an der TU Graz die Ergebnisse ausgewertet – auf dieser Grundlage soll dann die Ausschreibung für die neuen Busse im kommenden Jahr erfolgen. Die ersten neuen Modelle sollen 2014 ihren Betrieb aufnehmen – parallel zu den Flüssiggasbussen, die noch einige Jahre lang in Betrieb bleiben werden.

Anm.d.Red.: Die Stadt Wien ist immerhin konsequent :-D

Die Wiener ÖVP fordert nun, dass bei der Ausschreibung jene Unternehmen bevorzugt werden, die vermehrt in Zukunftstechnologien investieren. „Denn Dieselhybrid“, sagt der nichtamtsführende Stadtradt Wolfgang Gerstl, „ist noch kein Schritt in die Zukunft.“ Es gehe darum, zukünftige Technologien wie Brennstoffzellen- oder Solarantrieb mitzudenken. Und auch Elektroantrieb.

„Man kann das schon andenken für die drei Innenstadtbusse.“ Derzeit fahren die kleinen City-Busse, so wie der Rest der Flotte, mit Flüssiggas. Im Sommer soll es für sie eine eigene Testreihe geben – dabei sollen auch Batteriebusse zum Einsatz kommen, so Lang. „Wir versuchen jetzt, Kontakte zu Herstellern aufzunehmen, die solche Dinge anbieten.“ Schließlich wolle man bei E-Mobility eine Vorreiterrolle einnehmen. „Aber man muss so realistisch sein, dass die Technologie noch nicht so vorhanden ist.“


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[quelle: presse.at, orf.at, stromfahren]

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