| Wintertest: Stromfahren testet Elektoautos bei Minustemperaturen Wien# In den letzten Tagen hat das Team von Stromfahren für den Jahresbericht Elektromobilität Österreich 2011 mehrere Elektroautos bei Minustemperaturen in Ostösterreich getestet. Fazit: Alles was sich 'Zero Emission' brüstet, führt eine Komfort-Heizung mit dem Stromverbrauch von ca. zwei Damen-Föhns mit. Wie sich das auf Energieverbrauch, Reichweite (und Wohlbefinden) während der Fahrt auswirkt, finden Sie exklusiv in der Rubrik 'Fahrzeugvergleich' des Jahresberichts, der in einigen Tagen erscheint. |
Österreich bastelt an Strategie für "Elektromobilität"
Mehr Forschungsgelder
Wirtschaftsminister Reinhold Mittlerlehner (VP) erklärte deshalb kürzlich bei einer entsprechenden Veranstaltung der Industriellenvereinigung, dass die Forschungsgelder für Elektromobilität, die sich mit unterschiedlicher Stoßrichtung derzeit auf 40 Mio. Euro belaufen, künftig auf 60 Millionen erhöht werden sollen. Rund um Magna, wo bereits an einem Elektroauto versuchsweise gebastelt wird, sollen entsprechende Forschungskapazitäten aufgebaut werden. Und laut dem Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer, müsse man sich natürlich über den Ausbau der einheimischen Wasserkraft Gedanken machen.
Laut einer Studie des Klimafonds über die "Auswirkungen von Elektrofahrzeugen auf die Stromwirtschaft" würde sich allerdings selbst bei 20 Prozent Elektrofahrzeugen (rund eine Million Autos) der österreichische Stromverbrauch nur um etwa drei Prozent erhöhen; ein Ausbau der Wasserkraft sei ergo nicht notwendig. Dies basiert allerdings auf der Annahme, dass die Elektroautos technisch imstande sind, ihren nicht benötigten Strom wieder ins Netz zurückzuspeisen.
Ohne Shai Agassi
Jedenfalls will die heimische Zulieferindustrie die Forschungs- und Entwicklungsbemühungen alleine stemmen und verzichtet auf internationale Kooperation: Ein Gespräch mit Shai Agassi von "Better Place Project" soll es in den letzten Wochen gegeben haben. Zu einer Einigung, das Konzept des ehemaligen SAP-Managers auch in Österreich zu übernehmen, ist es aber nicht gekommen.
Shai Agassi hat ein Elektroauto-Konzept entwickelt, bei dem in Ballungszentren mit geleasten Batterien gearbeitet wird. In Israel und Dänemark gibt es bereits solche Pilotprojekte. Involvierte Personen meinen, dass gegen die Übernahme des Agassi-Projekts in Österreich die Tatsache gesprochen habe, dass Agassi mit Renault Nissan zusammenarbeitet und die heimische Zulieferindustrie mit dem französisch-japanischen Konzern wenig zu tun habe.
Lithium-Vorkommen
Im Elektroauto-Zusammenhang gewinnt ein fast vergessenes Lithium-Vorkommen in Kärnten, Koralpe, an Bedeutung. Lithium ist für die leistungsstarken Batterien notwendig. Das Unter-Tage-Vorkommen dürfte das größte Europas sein. Laut Montanbehörde handelt es sich derzeit um ein sogenanntes "herrenloses Gut" - das heißt, es gehört nicht dem Grundbesitzer darüber. Ein Abbau kommt allerdings teurer als beim Tagbau in Südamerika.
Links:
- Verfügbare Elektroautos in Österreich
- Elektroauto Umbau in Österreich
[quelle: derstandard.at]
- cgammer's blog
