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Auch heuer wollen wir wieder Ihre Meinung zum Thema Elektromobilität erfahren. 2011 war ja ein sehr "abwechslungsreiches" Jahr aus Sicht der Interessen für ein Elektroauto. Sie können also gespannt sein auf den Jahresbericht Elektromobilität Österreich 2011.

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Deutsche Telekom testet Elektroauto auf Hiddensee

18 Oct 2009

Auf Hiddensee, einer Insel an der nordöstlichen Grenze Deutschlands testet die Telekom ihr erstes Elektroauto. Es wurde am Mittwoch offiziell übergeben. Eine „Tankfüllung“ reicht 80 Kilometer, dann muss Ulf Neisner „stöpseln“.Wenn er seinen Dienstwagen volltankt, dauert es etwas länger. So etwa acht Stunden, schätzt der Hiddenseer Telekom-Techniker. Sein Auto ist das neueste von zehn Elektrofahrzeugen, die eine Sondergenehmigung zum Befahren der Insel haben.

Im Juli rollte das nagelneue „EcoCarrier“ vom niedersächsischen Hersteller EcoCraft-Automobile in Vitte von der Fähre und wurde seither getestet. Neisner hat seitdem 490 Kilometer zwischen Plogshagen und Grieben in dem Gefährt mit der nostalgisch anmutenden Karosserie zurückgelegt. Er repariert von Hausanschlüssen bis hin zu Kabeln der Wetterstation alles. „Da ist immer gut zu tun“, sagt der Techniker, der mit dem Elektromobil einen Großteil seiner Ausrüstung und der Ersatzteile über Hiddensee fährt. Auf 2500 Kilometer kommt er im Jahr, auf etwa 80 in der Woche. Genau so lange reicht eine „Tankfüllung“ des Kastenwagens, der danach wieder an eine ganz normale Steckdose angestöpselt werden muss. Sonst, sagt er, fahre es sich nicht anders als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Nur eben deutlich leiser. Das feine Surren bekommen Fußgänger und Radfahrer auf der weitgehend autofreien Insel kaum mit. „Man kann den Wagen auch mit einer Art Gong ausrüsten lassen, der beim Fahren ertönt“, sagt Ulf Neisner. Das sei dann aber auf Dauer auch störend. Beim Telekom-Modell wurde darauf verzichtet.

Etwa 40 000 Wagen hat die Telekom in ganz Deutschland zugelassen. Der auf Hiddensee ist der einzige, der von Elektrobatterien angetrieben wird, sagt Lothar Schwan, Marketing-Chef beim Flotten-Service der Telekom. Dieser Umstand sei der Verordnungslage auf der Insel geschuldet, die nur mit Sondergenehmigung befahren werden darf. Die Hälfte der hier verkehrenden 20 Fahrzeuge habe einen Elektroantrieb. Deutschlandweit werden die Elektromotoren eine Zukunft haben, mutmaßen die Experten. Nicht nur wegen der Umweltverträglichkeit, sondern auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die Betriebskosten seien um etwa die Hälfte niedriger. Ein wichtiger Aspekt für ein Unternehmen, dessen Fahrzeuge im Jahr 800 Millionen Kilometer zurücklegen und dabei 16 Millionen Liter Kraftstoff verbrauchen.

Hiddensee ist da sowohl für die Telekom als auch für den Fahrzeughersteller ein Testgebiet ("ostseezeitung.de").  Ulf Neisner sei ein „sehr kritischer Prüfer“, wie ihm David Anders, Leiter des Technischen Service der Telekom-Niederlassungen, bestätigt. Der Hiddenseer Techniker ist seit Jahren auf der Insel „elektrisch“ unterwegs. Zuerst fuhr er mit einem Elektro- Golf, dann viereinhalb Jahre mit einem GEM-Car, einem Elektroauto von General Motors. Dass E-Autos anfällig sind und öfter kaputt gehen als andere, kann Neisner nicht bestätigen. Ein einziges Mal habe das GEM-Car ihn in all den Jahren im Stich gelassen. Allerdings lasse die Kapazität der Batterien nach.

Zum Schluss kam er mit einer Ladung gerade mal zehn Kilometer weit. Auch den neuen Wagen wird er im Einsatz auf Herz und Nieren testen. Sollte eine Panne auftreten, können die Techniker von EcoCraft per Satellit eine Ferndiagnose stellen. Im Ernstfall muss ein Spezialist aus Niedersachsen anreisen, um den Fehler zu beheben. Doch das Unternehmen sei dabei, das Netz der speziell geschulten Techniker zu verdichten, sagt Uwe Teichfischer vom Vertriebs-Management des Herstellers, der die Wagen zum Teil bei VW in Sarajewo produzieren lässt und in Wunstorf ausrüstet. 80 Fahrzeuge haben sie in diesem Jahr verkauft, zehnmal so viele sollen es im nächsten Jahr werden.


(quelle: „ostseezeitung.de“)




 

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