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eCarTec: München drei Tage unter Strom
Die erste Messe zum Thema Elektromobilität, die eCarTec 2009 fand vom 13. bis 15. Oktober in München statt. Bereits auf der IAA vor wenigen Wochen konnten mehr als 800.000 Besucher den Eindruck gewinnen, das Zeitalter reichweitenstarker Elektroautos stünde unmittelbar bevor. Stromfahren war ebenfalls vorort und konnte mehrere Fahrzeuge im Freigelände testen. Fotos dazu finden Sie HIER.
Rund 8000 Interessierte fanden den Weg in die Neue Messe, um sich über die Zukunftstechnologie zu informieren oder eines der E-Mobile Probe zu fahren. Rechnet man die 7000 Besucher ab, die bereits im vergangenen Jahr zur begleitenden Fachmesse Materialica kamen, relativiert das die Bilanz: Trotz allen Ankündigungen auf der IAA findet die erste eCarTec in einer kleinen Nische statt. Dabei steht die Uhr bei den Treibhausgasen längst auf fünf vor zwölf. "Der Weg zum Elektroantrieb ist unumkehrbar, wenn wir die Klimaschutzziele ernst nehmen", sagte Infineon -Vorstandssprecher Peter Bauer in seiner Eröffnungsrede auf dem eCarTec -Fachkongress.
Rolf Schumann von Better Place bekannte, dass viele Kunden nicht bereit seien, Verzichte auf sich zu nehmen. Mobilitätsdienstleister bemühen sich daher bequeme Verfügbarkeit von Ladestrom sicherzustellen. Der ADAC wird noch dieses Jahr bis zu 50 E-Ladestationen aufbauen, an denen ADAC-Mitglieder ihre Elektroautos kostenlos laden können. Mittelfristig gilt es zu investieren, wenn ein flächendeckendes Netz von Schnellladestationen aufgebaut werden soll. Sie können eine Hochenergiebatterie in weniger als einer Stunde wieder auftanken. Umweltgerechter ist der Batteriewechsel in rund zwei Minuten, den Better Place propagiert: "Beim Schnellladen wird vier Mal so viel Energie benötigt wie beim Austausch der Akkus", so Schumann. Auch Kosten für intelligente Stromnetze, die E-Mobile als rollende Zwischenspeicher verwenden können (Smart-Grids) fielen an. Ohne Investitionen wird es auch hier nicht gehen, das machte der Messebummel klar, berichtet „sueddeutsche.de“
Von den Preis- und Komforterwartungen vieler Kunden sind Elektroautos noch weit entfernt. Die Stromspeicher erhöhen derzeit den Preis eines Kompaktautos bei einer realen Reichweite von gut 100 Kilometer erheblich. Die eCarTec war ein mittelständischer Branchentreff. Der Tesla Roadster gilt als Leuchtturm unter den 195 Ausstellern, weil die Amerikaner gerade die Kreditzusage der US-Regierung in Höhe von 465 Millionen Dollar erhalten haben.
Kleinserienhersteller wie Leclanché aus der Schweiz wollen bis 2011 jährlich 800.000 Zellen für Lithium-Ionen-Batterien produzieren. Verglichen mit den Kapazitäten japanischer, koreanischer und chinesischer Batterieproduzenten erscheint das wenig. Wer im globalen Wettbewerb bestehen wird, muss sich erst herausstellen. Gerade hat Daimler angekündigt, den Elektro-Smart von 2012 an in Großserie fertigen zu wollen.
(quelle: stromfahren.at, sueddeutsche.de)
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