"laden" statt "tanken"
Drei von vier deutschen Autokäufern würden ein umwelt-korrektes Elektroauto einem Benzinschlucker vorziehen. Theoretisch natürlich, da weder die Menge noch die Vielfalt an Elektrofahrzeugen derzeit und voraussichtlich in den kommenden 3 bis 5 Jahren lieferbar sein wird .....
Dies besagt eine vom ADAC veröffentlichte Studie. Die Verbraucher stehen in Sachen Elektroauto "in den Startlöchern", doch Infrastruktur und Technik hinken hinterher. Die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen sank in den vergangenen Jahren, weil nicht genügend Ladestationen vorhanden waren. Zur Verbesserung der Infrastruktur haben sich Automobilindustrie und Stromanbieter zusammengeschlossen. So kooperiert zum Beispiel Renault mit RWE. Das Ziel ist eine flächendeckende Infrastruktur mit Ladestationen in den wichtigsten deutschen Großstädten. Einen ähnlichen Weg gehen Volvo und Vattenfall.
Industrie und Politik ringen um einen einheitlichen Stecker, der die Handhabe der E-Autos beim Aufladen erleichtern soll. Die ablehnende Haltung der Automobil-Hersteller mag an den Mehkosten liegen, die ein Umbau in der Produktion verursachen würde. Die einfachste Lösung scheinen Peugeot und Mercedes derzeit parat zu haben. Smart und "Ion" lassen sich zuhause an einer einfachen Steckdose aufladen.
Für einen einheitlichen Stecker macht sich auch der unabhängige deutsche Elektrotechnik-Verband (VDE) stark und legt ein neues Modell als Kompromiss vor. Je schneller eine Lösung auf dem Tisch liegt, umso zügiger geht der Ausbau des Stromzapfsäulen-Netzes voran.
Eine interessante Variante haben die Stadtwerke in Düsseldorf entwickelt: die Ladestation an Straßenlaternen. "Dieses Pilotprojekt, das wir zurzeit an einer Laterne testen, läuft sehr gut", erklärt Pressesprecherin Christina Näckel. Es habe noch keine gravierenden Probleme gegeben. Eine Laterne umzurüsten kostet 500 bis 1000 Euro. Der Strom für 100 Kilometer fahren kostet zwei bis vier Euro.
Die Deutsche Bundesregierung fördert die Entwicklung der Elektroautos mit 500 Millionen Euro. Das Verkehrsministerium hat in diesem Zusammenhang deutschlandweit acht Modellregionen bestimmt. In denen sollen Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Kommunen zusammenarbeiten. Es geht um den Aufbau der Infrastruktur und den Test der Autos im Alltag. Dazu gehört auch der Einsatz von Elektrobussen im Nahverkehr.
(quelle: „Rheinische Post“, stromfahren)
- ernsterl's blog
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Neueste Blogeinträge
- Salzburg als "Pionier der Elektromobilität" ?
- Stromtankstellen im öffentlichen Raum sinnvoll?
- Denzel importiert ab sofort den Think City
- Burgenland: Windstrom und Elektromobilität
- Massennutzung von Elektroautos durch Technologiesprung
- Frankreich im Zwiespalt bei Millionenförderungen für Renault
- Peugeot iOn kommt doch schon 2010
- Zu spät: Magna baut Elektroautos erst ab Ende 2011
- Herausforderung für Automobilhersteller
- Starke Batterien für schnittige Autos


Neueste Kommentare
vor 2 Wochen 4 Tage
vor 2 Wochen 5 Tage
vor 3 Wochen 5 Tage
vor 3 Wochen 6 Tage
vor 12 Wochen 6 Tage
vor 22 Wochen 1 Tag
vor 22 Wochen 5 Tage
vor 24 Wochen 12 Stunden
vor 24 Wochen 15 Stunden
vor 24 Wochen 2 Tage