Herausforderung für Automobilhersteller

Schon bald werden Elektroautos zumindest in Megacities dieser Welt zum Alltagsbild gehören.

Es sind die kleinen Autos mit elektrischem Antrieb, die schon sehr bald die großen und größten Städte dominieren werden. Die größten Probleme derzeit sind die noch schweren Batterien und die Akzeptanz der Kunden. Die Angst vor der mangelnden Reichweite ist groß. Doch darauf kommt es gar nicht an, denn in Cities ist einem schon mit Reichweiten um die 50 Kilometer geholfen.Das ergibt die Studie von McKinsey. In Zukunft seien die Automobilhersteller gefordert, verschiedene Lösungen für verschiedene Abforderungen zu bieten. Man müsse sich von der Idee verabschieden, mit einem Auto in Zuklunft alles machen zu können, meint Christian Malorny (Automobilexperte bei McKinsey Deutschland, Mitautor der Studie.)

Überall gibt es Förderprogramme von Regierungen und Stadtverwaltungen, "Wir haben mittlerweile einen Wettlauf der Nationen beim Thema Elektromobilität", sagt Malorny. Vor allem die Forschung nach der richtigen Batterietechnologie werde trotz Wirtschaftskrise gefördert, aber auch über Konzepte  für die Markteinführung werde nachgedacht: "Man muss dem Endverbraucher unter die Arme greifen, damit wir schnell in marktfähige Stückzahlen reinkommen. Die reine Förderung über steuerliche und andere finanzielle Anreize sei allerdings der falsche Weg. New York plant beispielsweise, die Busspuren für E-Cars freizugeben, anderswo setzt man auf gebührenfreies Parken.

Für künftige E-Autokäufer ist die Reichweite derzeit noch das größte Problem. Noch haben Elektro-Zapfsäulen absoluten Seltenheitswert. Aber diese fehlende Infrastruktur sei laut McKinsey – Studie überhaupt kein Problem. Die wenigen Erstkunden würden anfangs ganz normal die heimische Steckdose nutzen. Die meisten werden mit dem kleinen Elektroflitzer sowieso nur 30 oder 40 Kilometer zurücklegen. Des Weiteren sieht die McKinsey-Studie pfiffige Unternehmen wie Restaurants oder Kaufhäuser, die sich Ladestationen privat auf ihre Gelände stellen. Sie werden dem Kunden den Strom schenken, während dieser einkauft, parkt oder isst. "Genauso werden Arbeitgeber ihren Angestellten ein solches Netz zu Verfügung stellen, ......."

Später erst wäre es nötig, die sehr teure, öffentliche Infrastruktur aufzubauen. Ohne die dürfte es beispielsweise in Deutschland nicht gelingen, den Plan der Bundesregierung umzusetzen: Demnach sollen bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Strassen rollen.

(quelle: „dw-world.de“, stromfahren)