Zu spät: Magna baut Elektroautos erst ab Ende 2011

Der austro-kanadische Autozulieferer Magna will künftig Elektroautos bauen und gründet eine eigene Sparte für "Elektromobilität." Ein entsprechendes Entwicklungszentrum dazu soll in Graz entstehen, berichtet 'orf.at'.
               
Magna wolle hier neue Technologien und Komponenten für Elektro-fahrzeuge entwickeln und produzieren, sagte Peter Reif, Präsident der neu gegründeten Unternehmenssparte E-Car-Systems: "Es geht um Hochvolt-Komponenten wie Elektromotoren. Es geht um die Batterie selbst, die eine ganz wesentliche Rolle beim Thema Elektromobilität einnimmt. Gerade was die Batterie anbelangt, ist Graz eines der Kompetenzzentren weltweit, wo wir also Lithium-Ionen-Batterien entwickeln."
               
Ein weiteres Entwicklungszentrum für Elektromobilität ist auch in Detroit in den USA geplant. Magna will ein 'Elektrofahrzeug der zweiten Generation' auf einer eigens dafür entwickelten Plattform entwickeln, das gegenüber den gegenwärtigen Elektrofahrzeugen Vorteile in Bezug auf Leistungsfähigkeit, Laderaumkapazität, Komfort und vor allem Preis aufweist. Dieses Konzept bildet die Basis für Gespräche mit internationalen Automobilherstellern.
               
Insgesamt will Magna mehr als 50 Millionen Euro in die Entwicklung von E-Autos investieren. Erste E-Fahrzeuge sollen jedoch erst ab Ende 2011 auf den Grazer Straßen unterwegs sein und ab 2014 soll eine Magna-Eigenentwicklung hinzukommen.

Forschungs- und Testpartner werden die Energie Steiermark und die Graz AG sein. Die Zusammenarbeit umfasst einen Flottentest mit insgesamt 30 Fahrzeugen, 40 Ladestationen im Großraum Graz sowie die Festlegung von Standards für entsprechende E-Infrastruktur.

Anm.d. Red.
Der chinesische Hersteller BYD will bereits Ende 2010 erste Fahrzeuge des in der Schweiz ausliefern, 2011 folgt Renault mit vier Modellen. Unabhängig davon werden noch heuer hunderte, bereits bestellte Elektroautos in Österreich Ihren Besitzern übergeben, u.a. die Modelle 'Think City' und 'Reva NXR'. 


Währenddessen liegen der Stromfahren-Redaktion Unterlagen vor, wonach in 'Ost-Österreich' ein geeigneter Standort für ein Kompetenzzentrum für Elektrofahrzeuge bis Mitte 2010 entstehen soll. Hier soll neben einem Kombi/Kleintransporter auch ein Zweisitzer in Leichtbauweise entwickelt  werden. Die Kosten für Fertigungshallen, Werkstätten und Büros liegen hier allerdings - im Vergleich zu Magna - unter drei Millionen Euro. Man darf also gespannt sein, was das Jahr 2010 für die Elektromobilität in Österreich bringt.

              
(orf.at, stromfahren)


 

Lieferung von Elektrofahrzeugen

Zur Anmerkung der Redaktion möchte ich festhalten, dass Peugeot bereits im Herbst 2010 mit einem in Serienproduktion gebauten Elektrofahrzeug auf den europäischen Markt kommen wird. Dieses Fahrzeug (iOn) ist ein vollwertiger 4 Sitzer und ist vor allem für urbane Gebiete entwickelt.

iON & co

eh klar.... der wettlauf hat längst begonnen. der BYD wird ohnehin in europa abräumen - warren buffet ist ja kein idiot). das grosse fragezeichen bleibt der preis und mit/ohne batteriekosten etc ;-) "auf den markt kommen" und "in österreih und deutschland beim händer verfügbar" sind zwei paar schuh .... wie die beispiele mitsubishi i-mief und BYD E6 zeigen.