| Wintertest: Stromfahren testet Elektoautos bei Minustemperaturen Wien# In den letzten Tagen hat das Team von Stromfahren für den Jahresbericht Elektromobilität Österreich 2011 mehrere Elektroautos bei Minustemperaturen in Ostösterreich getestet. Fazit: Alles was sich 'Zero Emission' brüstet, führt eine Komfort-Heizung mit dem Stromverbrauch von ca. zwei Damen-Föhns mit. Wie sich das auf Energieverbrauch, Reichweite (und Wohlbefinden) während der Fahrt auswirkt, finden Sie exklusiv in der Rubrik 'Fahrzeugvergleich' des Jahresberichts, der in einigen Tagen erscheint. |
Das „elektrische Zeitalter“ bricht an
Der Linzer Autofrühling am Freitag, 19. März eröffnet, feiert seinen 40. Geburtstag mit einer besonderen Premiere. Erstmals stehen Großserien-Elektroautos von etablierten Herstellern auf der Autoschau.
Das „Ob“ ist schon lange geklärt, auch die Frage nach dem „Wie“ ist mittlerweile beantwortet. Es geht eigentlich nur noch darum, in welchem Tempo sich die Elektromobilität durchsetzen wird. Das kann, wie immer bei technologischen Revolutionen, schneller gehen, als wir glauben. Es gibt drei klare Anzeichen, die für eine rasche Entwicklung der Elektromobilität sprechen.
Europa, Japan und die USA sind bezüglich herkömmlicher Autoindustrie gesättigte Märkte. Die Wachstumsdynamik verschiebt sich immer stärker nach Asien –China und Indien. Diese beiden Staaten bekommen die Massenmotorisierung und das steigende Abgasproblem kaum noch in den Griff und verschärfen in vielen Städten die Emissionsvorschriften.
Das Elektroauto ist für diese Märkte ideal, um neues Wachstum zu schaffen und zu ermöglichen. Als guter Vergleich bietet sich der Markt für Elektrofahrräder an: In China stiegen die Verkaufszahlen von E-Bikes von 40.000 im Jahr 1998 auf knapp 20 Millionen im Vorjahr.
Am Kuchen mitnaschen möchten nicht nur die Autohersteller, sondern auch die Elektronikindustrie. Die weltweite Nachfrage nach leistungsstarken Batterien für Elektroautos eröffnet einen neuen Markt.
Die Batterietechnologie wird durch die Vernetzung und die geballte Entwicklungskraft von Auto- und Elektronikindustrie rasend schnell vorangehen.
Wie vernetzt Auto- und Elektronikindustrie mittlerweile sind, zeigt der chinesische BYD-Konzern. BYD gehört zu den führenden Herstellern von Lithium-Ionen-Batterien und stieg 1995 auch ins Autogeschäft ein. BYD kooperiert bereits mit VW, und gab kürzlich beim Genfer Autosalon eine weitere Partnerschaft mit Daimler bekannt. BYD-Chef Wang Chuanfu ist reichster Chinese und hat ein ehrgeiziges Ziel. „2025 heißt der weltgrößte Autohersteller BYD“, so Chuanfu. Die drei Buchstaben stehen bezeichnenderweise für Build your Dreams. Der US-Investor Warren Buffett ist Großaktionär von BYD.
Seit der Erfindung des Automobils gab es Evolutionen, aber keine Revolutionen. Das Automobil fährt noch immer mit Verbrennungsmotor und stößt beim Betrieb bis heute Luftschadstoffe wie Stickoxide (NOX), Rußpartikel, Kohlenwasserstoffe (HC) oder Kohlenmonoxid (CO) aus. Zudem entsteht bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel der Klimaschadstoff CO2. Dazu kommt der Lärm, der ebenfalls als gesundheitsschädlich gilt.
Das Elektroauto ist deshalb eine Revolution, weil beim Fahren selbst keine Emissionen mehr anfallen. Erzeugen Autos keinen Gestank mehr, keine Luftschadstoffe und fast keinen Lärm, dann ist der Zugewinn an Lebensqualität so exorbitant, dass sich für Ballungszentren völlig neue Perspektiven eröffnen. Das Auto wäre in vielen Bereichen plötzlich nicht mehr „böse“, weil es schlichtweg keinen mehr stört.
Da diesen gigantischen Wettbewerbsvorteil auch der beste Verbrennungsmotor nicht egalisieren kann, hat das Elektroauto eine Jahrhundertchance, die es auch nutzen wird.
[quelle:„nachrichten.at“, stromfahren]
- ernsterl's blog
